Die heute allgemein gebräuchliche Definition von Risiko einer Anlage ist die als Varianz oder Standardabweichung gemessene Schwankungsbreite der Erträge um Ihren Erwartungswert.
Eine Anlage, deren mögliche Ergebnisse sich in einer engen Bandbreite bewegen, ist demnach unriskant und eine Anlage, deren Ergebnisse eine große Streuung aufweisen, ist als deutlich riskanter einzustufen. Denn je höher die Varianz bzw. Standardabweichung ist, desto größer ist - bei gleichem Erwartungswert - die Wahrscheinlichkeit ein schwächeres Ergebnis zu erzielen und umso höher kann auch der maximale Verlust ausfallen.Die moderne Portfoliotheorie nutzt diesen Zusammenhang.
Markowitz stellte sich für seine moderne Portfoliotheorie erstmals folgende Frage:
Welche Ertragsaussichten sollen mit welchem Risikopotential erkauft werden?
Die Antwort auf diese Frage ließ nur zwei rationale Entscheidungsmöglichkeiten zu:

Bei gegebenem Ertrag ist das geringste Risiko zu präferieren.

Bei gegebenem Risiko ist der höchste Ertrag zu präferieren.
Der Zusammenhang zwischen Renditeerwartung und Risiko einer Anlage wird im Risiko- / Performance- Diagramm dargestellt. Die Performance ist auf der senkrechten, das Risiko auf der waagrechten Achse der Grafik eingetragen. Das bedeutet: Je weiter links, desto weniger Risiko birgt die Anlage, je weiter oben, desto höher sind die Performance-Chancen.
Die Moderne Portfoliotheorie enthält zwei wichitige Begriffe. Der Begriff "Performance" beschreibt die Renditechancen, der Begriff "Risiko" die mathematischen Verlustrisiken einer Geldanlage wie vorher definiert. Das Risiko einer Anlage lässt sich an den Kursschwankungen erkennen. Wie in den nachfolgenden Abbildungen zu sehen ist, besitzt der Kursverlauf einer Aktie ein höheres Risiko als derjenige einer Anleihe.