Der Zufall wollte es, dass zu jeder Zeit auch
Harry Markowitz bei der RAND Corporation beschäftigt war. Da Sharp noch immer großes Interesse an seinen Theorien hatte beschlossen beide, ein gemeinsames Projekt zu beginnen. Sie arbeiteten fortan an der
Portfoliotheorie. Hierbei werden nicht mehr einzelne Wertpapieranlagen in den Vordergrund gestellt, sondern sie werden zu Portfolios gebündelt. Somit wird vermieden, dass Anleger in nur ein Wertpapier investierten. Verschiedene Berechnungsmethoden für effiziente Portfolios waren die Folge.
Seit 1961 war Sharpe dann als Hochschulprofessor im Bereich der Wissenschaften tätig. Er lehrte unter anderem an der Universität in Washington sowie an der Stanford School of Business. In Anlehnung an seine Doktorarbeit folgten weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen.
1964 dann entwickelte Sharpe das Capital Asset Pricing Modell, kurz CAPM, was eine konsequente Weiterentwicklung der Portfoliotheorie war. Im Jahr 1973 erhielt er dann den Titel „Timken Professor of Finance“.
Die Krönung seiner Arbeit erlebte Professor William F. Sharpe dann im Jahr 1990, als er zusammen mit Harry Markowitz und
Merton Howard Miller den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Er wurde aufgrund ihrer Preisbildungstheorie für den Kapitalmarkt vergeben.
Ebenfalls zu den Entwicklungen von Sharp gehört die
Sharpe-Ratio, die eine wichtige Kennzahl für die Bewertung von Fonds darstellt.